etwas Geschichte

//Askö Ebensee// Eine Fußballchronologie
1919-1934: Die Fußballspiele fanden auf dem Solvay-Sportplatz statt. Im Jahre 1934 musste der Spielbetrieb aufgrund des nahen 2. Weltkriegs eingestellt werden.
1945: Der SV Ebensee wurde als Sektion der Askö Ebensee geführt (politische Gründe). Da die Askö Ebensee selbst keine Mannschaft stellte, wurden Askö Mitglieder Spieler des SV Ebensee.
1947: Der SV Ebensee trennte sich von der Askö und wollte sich der Union anschließen. Darauf erwirkten die ASKÖ Fußballer kostenlose Freigaben.
1949: Gründung der Sektion Fußball, in diesem Zeitraum fällt auch die Errichtung des Sportplatzes auf dem gepachteten Gemeindegrund in der Almhausstraße. Erster Sektionsleiter war Hans Schoberleitner.
Saison 1950/51: Bereits im ersten Meisterschaftsjahr gelang der Aufstieg aus der 3. Klasse in die 2. Klasse Gruppe D.

Meistermannschaft 1951
1958: Josef Wiesauer übernahm die Leitung der Sektion. Während seiner langjährigen Amtsperiode gelang der Aufstieg in die Bezirksliga (Saison 1968/69). Trainer war zu dieser Zeit der anerkannte Fußballfachmann Karl Weitschek, der auch als Vater des zukünftigen Erfolgs bezeichnet werden kann.
1970: Das Duo Hermann Neuböck/Fritz Harringer sen. übernahmen die Leitung der Sektion. Bereits im zweiten Jahr ihres Wirkens konnten sie den bisher größten Erfolg in der Vereinsgeschichte der Sektion Fußball feiern. Unter der Leitung von Trainer Horst Gaigg (löste Weitschek kurze Zeit ab) gelang im Jahre 1972 der Aufstieg in die 2.Landesliga.
Die Kampfmannschaftsspieler dieser von Erfolg geprägten Saison 71/72 waren: Karl Attwenger, Johann Bart, Josef Begicevic „Veso”, Ludwig Behr, Rudolf Derfler, Ernst Harringer, Hans Harringer, Franz Lackerbauer, Bruno Lepple, Harald Loidl, Rober Nöhmer, Klaus Pangger, Karl Preimesberger, Albert Prohaska, Sigi Promberger, Robert Schlager, Herbert Schwaiger, Harald Steinbichler und Hans Wiesauer.


Nach der verpatzten 1. Landesligasaison konnte der vielfach bezweifelte Klassenerhalt doch noch geschafft werden.
1975/76: Der Abstieg schien unvermeidlich. Aber durch die Trennung der 2. Landesliga in Ost und West wurde das Tabellenschlusslicht vor dem Abstieg in die Bezirksliga gerettet.
1979: Der Abstieg konnte allerdings nicht mehr verhindert werden und die Askö Ebensee stieg nach 7 Jahren Landesliga wieder in die Bezirksliga ab.
1982: Die neue errichtete Ausweichplatz in der Langwies wurde die neue Heimstätte, der Platz erwies sich jedoch als untauglich und ein neues Spielfeld musste angelegt werden. Durch die dezentrale Lage wurde auch die Nachwuchsarbeit unweigerlich belastet.
1985: Abstieg in die 1.Klasse Süd.
1988: Ein weiterer harter Schlag: Durch einen Lawinenabgang vom Wimmersberg wurde das Kabinengebäude (damals noch anderer Standort als jetzt) samt Inventar und Trainingsgeräten vernichtet. Die versprochene Notunterkunft ließ lange auf sich warten, bei den ersten Spielen der Frühjahrssaison mussten sich die Spieler im Freien bzw. in den Kabinengebäuden der Union auf die Spiele vorbereiten.

Trotz dieser aussichtslosen Situation gelang der ausgezeichnete 2. Platz in der Meisterschaft.
1988/89: Die neue Sektionsleitung (SL: Fritz Harringer, Stellv.:Hermann Kendler) und die Spieler würden sich freuen, wenn bald das versprochene und dringend nötige Gebäude und die Zuschauertribüne gebaut werden könnten.
1989: Gelang der Aufstieg in die Bezirksliga Süd.
1992: Die neue Anlage wurde seiner Bestimmung übergeben.
1992/93: Die Mannschaft stieg nach dieser Meisterschaft in die 1.Klasse Süd ab.
1994: Im Sommer übergab Fritz Harringer nach 5 nervenaufreibenden Jahren das Amt des Sektionsleiters an seinen bisherigen Stellvertreter Hermann Kendler.
1995: Die Askö Ebensee trauert um ihren Spieler Andreas Zopf, der einer langen Krankheit erliegt. Es sollte leider nicht der einzige schwere Schicksalsschlag bleiben.
1996/97: Der sportliche Tiefpunkt war erreicht. Die Mannschaft musste den Gang in die 2.Klasse Süd antreten. In der Saison 97/98 wurde der 3. Rang und in der Saison 98/99 der 2. Rang erreicht.
1999/00: Im Jubiläumsjahr (50 Jahre Sektion Fußball) war es dann so weit. Unter der Leitung von Trainerlegende Franz Pesendorfer gelang der Askö Ebensee der Meistertitel in der 2. Klasse Süd!! Die beeindruckende Bilanz: 22 Spiele,// 16 Siege// 5 Unentschieden// 1 (!!) Niederlage.

2000/01: Die Askö Ebensee schließt einen Sponsorvertrag mit der Firma Kieninger Bau ab. Der Vereinsname änderte sich in: Askö Kieninger Bau Ebensee. Die Saison schloss man auf dem 9. Tabellenplatz ab. Im Jahr 2001 trifft die Askö Ebensee ein schwerer Schicksalsschlag, als plötzlich und völlig überraschend Fritz Harringer sen. stirbt, der ganze Verein ist schwer getroffen, der Sektion Fußball geht ein wertvoller Mensch und Freund verloren.
2001/02: Gleich in der 2. Runde der Meisterschaft legt Franz Pesendorfer sein Traineramt nieder. Das Jahr 2002 stellt die sportlichen Leistungen in den Hintergrund. In der Sommerpause stirbt Peter Hemetsberger bei einem Verkehrsunfall und der Verein sieht sich erneut mit dem Verlust eines wertvollen Menschen, der viel zu früh gegangen ist, konfrontiert.
Nur kurze Zeit später folgte das Jahrhunderthochwasser, was unserer Sportanlage enorme Schäden zufügte und die Sektion an den Rand des Zusammenbruchs brachte.

Mit Hilfe der Behörden, den Helfern und Freunden, die schon immer für die Askö da waren, konnten die entstandenen Schäden nach und nach wieder behoben werden.

2004/05: Die Kampfmannschaft spielte in den Saisonen nach 2002 zumeist im unteren Mittelfeld der der 2.Klasse Süd mit ( 02/03: 8.Platz// 03/04: 11.Platz // 04/05: 10. Platz) . In der Saison 2004/05 gilt es die Reserve hervorzustreichen, obwohl das erste Spiel mit 15:1 verloren ging, schaffte die Mannschaft in den darauf folgenden Runden eindrucksvolle Ergebnisse und wurde verdienter Meister!!

2007/08: Seit dem Rückzug von Franz Pesendorfer nahmen sich Walter Hitzenberger, Peter Durkovic und Markus Parzer der Askö 11 an und ihnen allen ist die Sektion Fußball zu großem Dank verpflichtet. In der Saison 2007/08 übernahm Markus Haischberger den Posten des Spielertrainers. Im Sommer 2008 gab es einige Neuerungen am Askö Sportplatz, so wurde die neue Tribüne fertiggestellt und mit einer Kantine versehen, weiters wurde auch für die Unterhaltung etwas getan, die Askö Ebensee verfügt nun über eine Musikanlage, zum Beschallen des gesamten Sportplatzareals.
2008/09:
Spielertrainer Haischberger brachte durch seine Wurzeln in Bad Goisern, einige personelle Neuerwerbungen bzw. Bereicherungen ins Spiel. Die Verpflichtungen von Gerald Zwitter, Patrick Pfandl, Franz Kain und Rückkehrer Jürgen Haischberger waren zu diesem Zeitpunkt, ob der dünnen Personaldecke äußerst wichtig. Auch unser Cotrainer, Heli Pfandl, stellte sich Wochenende für Wochenende als Motivationskünstler heraus. Leider konnten sportlich in diesem Jahr keine besonderen Zeichen gesetzt werden-allerdings sieht man sich die Saison 07/08 an, so ist die Saison 08/09 schon ein gewaltiger Schritt nach vorne und somit in die richtige Richtung!
2011:
Nach nervenaufreibenden und nicht immer einfachen Jahren musste Markus Haischberger sein Traineramt aufgeben. Zu sehr machte sich der Goiserer für die Misserfolge der Truppe verantwortlich, obwohl er alles unternommen hatte, um die ASKÖ Ebensee auf Kurs zu halten. Als nunmehr zweifacher Familienvater, der zudem im Bergbautätig ist, war es ein äußerst nachvollziehbarer Schritt. Zudem hatte Markus die ASKÖ wohl nicht nur ein Mal vor dem Untergang gerettet. Dennoch: Durch den Abgang von Haischberger sah sich der Verein so deutlich wie schon länger nicht mehr mit einer schweren Entscheidung konfrontiert. Innerhalb einer Woche wurde die Sektion (fast) aufgelöst, um zwei Tage später doch noch die Kurve zu kriegen. Christian Binder, ein aufstrebender Trainer aus dem Raum Vöcklabruck, nahm sich der stark veränderten ASKÖ-Elf an. So mussten etwa Daniel Kendler und Michael Wiesauer ihre KM-Aktivitäten wegen beruflichen und universitären Herausforderungen einstellen, zudem verließ Patrick Pfandl den Verein. Dennoch, auch im Jahr 2011 kämpft die ASKÖ Ebensee wieder ums Überleben. Keine Seltenheit.
2012:
Mit Christian Binder zauberte die ASKÖ Ebensee also in letzter Sekunde einen neuen Trainer aus dem Hut. Mit ihm kam ein völlig vereinsfremder nach Ebensee. Eine Tatsache, die auch einem familären Verein wie der ASKÖ sichtbar gut tat. Binder stellte sich als Goldgriff heraus. Er löste das Stürmerproblem mit klugen Zugängen und brachte im Mittelfeld die Stabilität zurück. Die bunte Truppe der ASKÖ Ebensee musste sich erst finden, spielte jedoch eine starke Rückrunde im Jahr 2012. Der Lohn: Am 19.Mai 2012 konnten die Asköler ausgerechnet bei der 90-Jahr-Feier des SV Ebensee zum ersten Mal seit 20 Jahren das Lokalderby gewinnen.
Was die Zukunft bringt….
Vieles musste unser Verein bereits erleben, vieles Sportliche, was den Fußball zu dem macht, was er ist, brachte uns Freude, aber auch Enttäuschung. Dass aber auch der Fußball nur Nebensache ist, zeigte uns der Verlust von unseren Kameraden und Stützen des Vereins. Auch wenn die Verluste sehr schmerzhaft waren, so stärkten sie doch zusätzlich das Rückgrad unseres Vereins. Darum soll das Motto, was seit langem unseren Sportplatz ziehrt, noch lange hochgehalten werden:
“Wer am Boden liegt, kann entweder aufstehen oder liegen bleiben!!”